Chemielaborant/in

Chemielaboranten/-innen führen Analysen und Qualitätskontrollen, Synthesen und messtechnische Aufgaben selbstständig durch. Dabei planen sie die in Laboratorien vorkommenden Arbeitsabläufe, protokollieren die Arbeiten und werten die Arbeitsergebnisse aus. Sie besitzen eine breit angelegte naturwissenschaftliche Ausbildung und haben im letzten Drittel ihrer Ausbildung - abhängig von den betrieblichen Schwerpunkten - Spezialkenntnisse und -fertigkeiten erworben, die es ihnen ermöglichen in unterschiedlichen Bereichen zu arbeiten, wodurch sich den Absolventen ein weites Berufsfeld eröffnet: Sie arbeiten in Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionslaboratorien der Industrie, von Hochschulen, chemischen Forschungsstätten, im Umweltschutz, in Materialprüf- und Untersuchungsämtern.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 ½ Jahre und beginnt jeweils zum 1. August eines Jahres. Bei besonders guten Leistungen während der Ausbildung und in der Berufsschule kann auf 3 Jahre verkürzt werden. Eine Verkürzung auf 2 ½ Jahre ist bei Auszubildenden mit Fachhochschulreife möglich.

Ausbildungsstätten/Berufsschule

Die Ausbildung erfolgt im dualen System. Die praktische Ausbildung erfolgt in der LUFA NRW in Münster. Der Berufsschulunterricht erfolgt als Blockunterricht 3-mal im Jahr für 4-5 Wochen am Hans-Böckler-Berufskolleg in Münster.

Ausbildungsinhalte

Chemielaboranten/-innen….

  • analysieren anorganische und organische Stoffe hinsichtlich ihrer qualitativen und quantitativen Zusammensetzungen
  • planen Versuchsabläufe und bauen Apparaturen auf
  • stellen anorganische und organische Präparate nach Vorgaben her
  • trennen Stoffgemische
  • reinigen, identifizieren und charakterisieren Stoffe
  • führen physikalische Untersuchungen zur Bestimmung von Stoffkonstanten und chemischen Kennzahlen durch
  • protokollieren und dokumentieren Versuchabläufe, arbeiten mit deutsch- und englischsprachigen Vorschriften
  • setzen Computer zur Gerätesteuerung, zur Datenerfassung, -verarbeitung und -weiterverarbeitung sowie zur Dokumentation, Informationsbeschaffung und für logistische und organisatorische Zwecke ein
  • werten Mess- und Untersuchungsdaten aus und bewerten die Ergebnisse
  • berücksichtigen beim Umgang mit Arbeitsstoffen und Geräten Vorschriften zum Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
  • wenden Maßnahmen des Qualitätsmanagements bei ihrer Arbeit an

Prüfungen

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes findet während der Ausbildungszeit eine Abschlussprüfung Teil 1 statt. Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung Teil 2 zum/zur Chemielaboranten/-in. In den Abschlussprüfungen werden die erworbenen Kenntnisse praktisch, schriftlich und mündlich geprüft.

Aufstiegschancen / Weiterbildungsmöglichkeiten

  • Kurse, Seminare und Lehrgänge im Bereich Chemie, Biologie, Biochemie oder physikalischer Chemie, vor allem aber über verschiedene Labor- und Analysentechniken und Arbeitsschutz
  • Industriemeister/in
  • Chemietechniker/in
  • Umwelttechniker/in
  • Studiengänge vor allem in den Bereichen Chemie, Biologie und Biochemie

Verdienst während der Ausbildung

Die monatliche Ausbildungsvergütung (Brutto) staffelt sich wie folgt:

  1. Ausbildungsjahr:  901,82 Euro
  2. Ausbildungsjahr:  955,96 Euro
  3. Ausbildungsjahr:  1005,61 Euro
  4. Ausbildungsjahr:  1074,51 Euro

Darüber hinaus werden Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld) und vermögenswirksame Leistungen sowie eine Prämie bei Bestehen der Abschlussprüfung gewährt.

Einstellungsvoraussetzung:

  • Fachoberschulreife

Was Sie außerdem mitbringen sollten:

  • Interesse an analytisch-methodischem Untersuchen chemischer Prozesse und Analyse von Stoffen auf Strukturen und Eigenschaften
  • Auge-Hand-Koordination, Beobachtungsgenauigkeit
  • Rechenfertigkeiten
  • Durchhaltevermögen
  • Sorgfalt