Meldepflichten bei der überbetrieblichen Verwertung von Wirtschaftsdüngern

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Foto: agrar-press

Mit der Verbringensverordnung (WDüngV) von 2010 wurde von der Bundesregierung eine Verordnung erlassen, mit der aus Wirtschaftsdüngern resultierende überbetriebliche Nährstoffströme nachvollziehbar gemacht werden sollen. Jeder Betrieb, egal ob Landwirt, gewerblicher Tierhalter, Biogasanlagenbetreiber, Importeur von Wirtschaftsdünger oder vermittelnder Lohnunternehmer, der Wirtschaftsdünger in Verkehr bringt, also an Andere abgibt, muss dem Direktor der Landwirtschaftskammer als Landesbeauftragtem einmalig mitteilen, dass er Wirtschaftsdünger in Verkehr bringt (Mitteilungspflicht). Lohnunternehmen, die ausschließlich im Auftrag Dritter transportieren, sind nicht mitteilungs- oder meldepflichtig.

Zusätzlich hat das Land NRW die Wirtschaftsdüngernachweisverordnung (WDüngNachwV) erlassen, wonach ab 2013 alle überbetrieblichen Nährstoffverwertungen behördlich zu erfassen sind. Für die Erfassung der Wirtschaftsdüngerabgaben und -aufnahmen, aber auch die Erstellung von Lieferscheinen, wurde das internetbasierte „Meldeprogramm Wirtschaftsdünger NRW“ entwickelt.


Güllefass mit Schleppschläuchen wird betankt. Foto: AH, Landpixel.de

Meldeprogramm Wirtschaftsdünger NRW nach WDüngNachwV

Die Wirtschaftsdüngernachweisverordnung NRW (WDüngNachwV, Landesverordnung NRW) verpflichtet alle Abgeber von Wirtschaftsdüngern oder Stoffen, die Wirtschaftsdünger enthalten, Aufzeichnungen zu führen und die zuständige Behörde über die Nährstofflieferungen zu informieren. In Nordrhein-Westfalen ist der Direktor der Landwirtschaftskammer als Landesbeauftragter zuständig. Die Meldungen sind ausschließlich online über das Meldeprogramm Wirtschaftsdünger NRW abzugeben. Hier kommen Sie zum Meldeprogramm.


Umpumpen von Gülle am Feldrand. Foto: Landpixel.de

Mitteilungspflicht nach WDüngV (Verbringensverordnung des Bundes)

Die Verbringensverordnung verpflichtet jeden, der Wirtschaftsdünger oder Stoffe, die Wirtschaftsdünger enthalten, in den Verkehr bringt, befördert, aufnimmt, verwertet oder mit ihnen handelt, Aufzeichnungen zu führen und die zuständige Behörde über seine Tätigkeit zu informieren. In NRW ist der Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Landesbeauftragter zuständig.